Intelligente Lösungen gegen den Verkehrskollaps
Big Data kann helfen, den Verkehrskollaps auf den Straßen abzuwenden. | Bild: sp4764 / Fotolia

Intelligente Lösungen gegen den Verkehrskollaps

Nie zuvor gab es so viele Daten über die Verkehrsströme auf unseren Straßen wie heute. Doch wie lassen sich diese Daten nutzen, um die Leistungsfähigkeit der Verkehrsnetze zu verbessern? Das ist Thema einer Podiumsdiskussion bei International Transport Forum 2014 vom 21. bis 23. Mai in Leipzig.

Während die einen glauben, dass sich durch die Zusammenführung und Auswertung der Datenmengen neue Lösungen für Verkehrsprobleme ergeben werden, warnen Skeptiker  vor voreiligen Entschlüssen. Ihnen zufolge wird Big Data nur dann einen Nutzen bringen, wenn seitens der Verkehrspolitik die richtigen  Fragen gestellt werden.

Im Verlauf der Podiumsdiskussion „Big Data im Verkehrsbereich: Anwendungen, Folgen, Grenzen“ sollen die folgenden Themen erörtert werden:

  • Was ist Big Data – und was ist es nicht? Wo liegen die Grenzen, welche innovativen Anwendungen ermöglicht es und was sind die Risiken der Arbeit mit unterschiedlichen Datenquellen?
  • Wie können Regierungen, Verkehrsbehörden, Unternehmen und Anbieter das Potenzial von Big Data maximal ausschöpfen, den Informationsaustausch verbessern und die Gefahr verzerrter Wahrnehmung in den Griff bekommen?
  • Wie verändert Big Data individuelle Mobilitätsentscheidungen von Fahrgästen?
  • Welche neuen Erkenntnisse können Big Data und Open Data liefern und was macht sie relevant für Verkehrspolitik?

Regierungen und Unternehmen nutzen schon heute Big Data zur Verkehrskontrolle, Logistik-Optimierung und zum Ertragsmanagement. Immer häufiger werden dabei auch Bewegungsdaten von Mobiltelefonen herangezogen. So hat etwa der britische Telefonanbieter Orange 2012 eine Fallstudie erstellt, wie Big Data helfen könnte, die Transport-Infrastruktur der Elfenbeinküste zu optimieren. Andere Beispiele sind:

  • Die Großstädte Dublin (Irland), Stockholm (Schweden) und Da Nang (Vietnam) nutzen Big-Data-Anwendungen von IBM, um Verkehrsstaus vorzubeugen.
  • Die Fluggesellschaften Lufthansa, Air France-KLM und Swiss nutzen Big Data, um Ihre Kosten und Erträge zu optimieren.
  •  Auch British Airways will sich mit Hilfe der Analyse der riesigen Datenmengen einen Vorsprung vor den Wettbewerbern, gerade aus dem Low-Cost-Segment, verschaffen. Die Daten sollen helfen, den Kundenservice weiter zu optimieren.

Für alle, die mehr zum Thema erfahren wollen, gibt es auf der Webseite zur Podiumsdiskussion zwei interessante PDFs zum Download:

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