Wissen, wo man steht – Das Tool Followerwonk

Wissen, wo man steht – Das Tool Followerwonk

Big Data schafft Probleme. Denn “big” heißt in der Praxis meistens “too big”. Als Unternehmen beißt man sich manchmal die Zähne daran aus, wie die Daten strukturiert und genutzt werden können. Dabei geht es um das Kerngeschäft: Das Verständnis des Konsumenten und der Konkurrenz zu verbessern. Unzählige Tools und Services können dabei helfen.

Erst letzte Woche, während ich an einem Projekt für einen Klienten gearbeitet habe, konnte ich wieder feststellen, wie schnell es möglich ist, interessante „Insights“ zu erhalten. Innerhalb eines Tages konnte ich dem Software-Start-up eine genaue Übersicht liefern, wo sich die eigenen Social-Media-Follower im Vergleich zu denen der Konkurrenz befinden. Besonders interessant für das junge Unternehmen aus Dublin war, dass 60 Prozent ihrer Follower aus Berlin kamen. Besser noch: Es handelte sich größtenteils um Early Adopters, also neuen Trends und Innovationen sehr aufgeschlossener Meinungsführer. Beste Voraussetzungen zur Kundenakquise. Weitere Recherche zeigte, dass breites Interesse an dem Produkt in Deutschland besteht – nun expandiert das Team mit seiner Payroll-Software nach Berlin.

Ich arbeitete mit Followerwonk, ein einfaches Tool mit vielen Möglichkeiten. Das Tool und die Schritt-für-Schritt-Anwendung wird in der Präsentation unten vorgestellt. Hier aber zunächst zu den Vorteilen: Schnell aus den online gesammelten Daten Erkenntnisse gewinnen. Aufschlussreiche Informationen konnte ich schnell erhalten:

  • Woher kommen die Follower meiner Konkurrenz? Hieraus habe ich einen potentiellen neuen Absatzmarkt der Firma erkennen können.
  • Wie alt sind die Accounts der Follower? Sind die Follower Early Adopter oder Late Follower?
  • Wer sind die Meinungsführer in der Branche, an der meine Firma interessiert ist? Wie kann ich diese kontaktieren und auf Interaktion abzielen?

Besonders interessant finde ich, Meinungsführer und Trendsetter schnell erkennen zu können. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten diese zu identifizieren, um dann später mit diesen zu interagieren. Mit dem Einsatz von Tools wie Followerwonk ist dies einfach und schnell möglich – und das kostenlos. In dem oben beschriebenen Projekt habe ich eine Excel-Liste mit allen „Opinion Leadern“ aus Berlin angefertigt, die sobald das Produkt für den deutschen Markt fertiggestellt ist, über Social Media und darüber hinaus angesprochen werden können.

Abschließend noch eine Empfehlung

Nehmt Euch immer die Zeit, die neu gewonnenen Erkenntnisse zu screenshotten und in einer Präsentation zu analysieren. Dies gewährleistet zum Einen, dass die gewonnen Erkenntnisse jederzeit an Kollegen weitergegeben werden können. Zum Anderen kommen noch mehr Ideen zustande, wenn man sich in der Gruppe und immer wieder intensiv mit der Thematik beschäftigt.

Präsentation Google Glass

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