Big Data in der Praxis: Der intelligente Autositz

Die technischen und rechtlichen Aspekte von Big Data sind mitunter äußerst kompliziert und nur schwer nachzuvollziehen. Ganz anders sieht es mit der praktischen Dimension von Big-Data-Technologien aus. Hier gibt es faszinierende und durchaus überraschende Erkenntnisse und daraus abgeleitete Einsatzszenarien. Beispielsweise sitzt jeder Mensch auf eine unverwechselbare Art und Weise, die so einmalig und individuell ist wie ein Fingerabdruck. Mit Big Data lässt sich diese Art des Sitzens exakt analysieren. Daraus ergeben sich eine ganze Reihe von Einsatzmöglichkeiten.

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Diebstahlschutz in neuer Dimension

Die Sensoren im Autositz ermöglichen es dem Auto in Zukunft die Fahrer eines Autos genau zu identifizieren. Eine Vielzahl von Sensoren wertet dazu in Echtzeit das Sitzverhalten aus. Gewicht, Gewichtsverteilung und Sitzverhalten ergeben ein so typisches Muster, dass jeder für ein Fahrzeug zugelassener Fahrer sicher erkannt wird. Dadurch wird ein Diebstahlschutz in einer ganz neuen Dimension möglich. In Kombination mit einer Stimmererkennung könnten Zündschlüssel und andere Wegfahrsperren vollends überflüssig werden.

Schutz bei Müdigkeit und Trunkenheit

Der intelligente Autositz schützt aber nicht nur vor Diebstahl, sondern auch den Autorfahrer vor sich selbst. Wenn etwa spät nachts die Müdigkeit Oberhand gewinnt, macht sich dies auch in der Körperhaltung bemerkbar. Entsprechend können Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Ein lautes Signalgeräusch kann vor dem berüchtigten Sekundenschlaf am Steuer schützen. Auch denkbar sind Hinweise, die Pausen empfehlen oder vor der Weiterfahrt warnen. Wer sich wiederum betrunken ans Steuer setzt, wird sein Auto erst gar nicht starten können. Damit steigt durch den Big-Data-Autositz nicht nur die Sicherheit, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer.

Das Hauptziel des vernetzten Autos: die Steigerung der Sicherheit

Datenerhebung, Datenverwertung und Datenspeicherung im Auto nimmt nicht nur immer mehr zu, sondern in einigen Fällen sind die Sensoren und Systeme vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Sensoren, die etwa permanent den Reifendruck messen und Unfälle verhindern sollen, sind für viele Fahrzeuge bereits verpflichtend. Ab 2018 müssen alle Neuwagen, die in Europa verkauft werden, mit einem eCall-System ausgestattet sein. Im Notfall sendet diese Mobilfunkeinheiten automatisch einen Datensatz ab und versucht, eine Sprachverbindung herzustellen. Das eCall-System ist mit vielen anderen Datenquellen im Auto vernetzt und kann im Notfall detailliert Auskunft geben.

Die Datenexplosion im Auto steht noch bevor

Beispiele wie der Big-Data-Autositz sind nur die Spitze des Eisberges. Die eigentliche Datenexplosion im Auto steht erst noch bevor. Sobald das selbstfahrende Auto serienreif ist, werden Daten in enormen Mengen erhoben und verarbeitet.

“Der Autositz der Zukunft erkennt den Fahrer an seinem Allerwertesten. Wie? #BigData macht’s möglich.“

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Ab einem bestimmten Punkt könnte sich die Technik selbst überholen: Irgendwann wird die Frage, wer in ein Auto steigt, ob er müde oder betrunken ist, vielleicht hinfällig sein. Und unabhängig vom körperlichen Zustand bringen selbstfahrende Autos ihre Insassen sicher zum Ziel.

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