Wie einfach Unternehmen Big Data nutzen können
Mit kostenlosen Tools können auch kleine Unternehmen Big Data nutzen | Screenshot: Julian Gottke

Wie einfach Unternehmen Big Data nutzen können

Big Data hört sich doch irgendwie ein wenig Angst einflößend an. Wir werden kontrolliert, und von uns werden teils persönliche Daten gesammelt. Während des Web Summits 2013 in Dublin sagte Jewgeni Kaspersky, wir müssten uns damit abfinden, dass alles was wir online ins Keyboard eingeben, gespeichert werden kann. Wir persönlich sollten vielleicht ein wenig sensibler mit unseren Daten umgehen und uns dessen bewusst sein, dass unsere E-Mail-Adresse oder ein Like hier und da im Kollektiv für das Geschäftsmodell einiger Unternehmen sehr wertvoll sind.

Doch wie können Firmen, kleine wie große,  von der Masse an Informationen und Daten profitieren. Während meines ersten Master-Semesters sollten wir einen „Digital Landscape Review“ anfertigen. Einfach gesagt sollten wir eine digitale Situationsanalyse für ein kleines- oder mittelständiges Unternehmen anfertigen. Ich fertigte diese Analyse für ein Start-up an, das eine Steuersoftware anbietet. Ich nutzte Tools wie Followerwonk, Open Site Explorer (MOZ), Tweetstats und war überrascht, was diese kostenlosen Angebote alles können. Nach zwei Tagen Arbeit hatte ich eine ausführliche Analyse mit unzähligen Screenshots, sowohl für die Firma, die ich betreute, als auch für ihre Konkurrenz. Klar, ich hatte bereits zuvor einen Blick auf diese Tools geworfen, aber noch nie mit penibler Genauigkeit wie dieses Mal.

Kostenlose Analyse-Tools

Der Sinn meines Beitrags ist es, jede Firma dazu zu ermutigen, selbst einmal eine solche Analyse anzufertigen. Denn Einblicke in die Interesse der eigenen Kunden zu gewinnen ist von schier unbezahlbarem Wert. Followerwonk etwa bietet eine Vielzahl von Grafiken an, die Aufschluss darüber geben, wie alt die Accounts meiner Follower sind. Hieraus ließe sich zum Beispiel ableiten, ob meine Kunden zu den Early Adoptern zählen oder nicht. Weiterhin ist anhand der Analyseergebnisse auf einen Blick zu sehen, woher der Großteil meiner Follower kommt, und Themen, die sie interessieren, sind in verschiedenen Schlagwörter-Clouds zusammengefasst.

Um einen guten und schnellen Einstieg in die Analyse zu gewährleisten, möchte ich meine Struktur, die sich als gut erwiesen hat, mit Euch teilen:

  1. Search: MOZ, Google Trends, Topsy, Google Keyword Planner
  1. Social Bookmarking: Reddit, Digg
  1. Media Aggregators: YouTube, Scribd, SlideShare 
  1. Social Networks: Followerwonk, Kred, Tweetreach, PeerIndex, Twitalyzer

Nachdem ich diese Tools genutzt und die Analyse-Screenshots in einer Powerpoint-Präsentation aufbereitet hatte, versuchte ich eine neue Struktur für eine 15-seitige Key-Findings-Datei zu finden. Darin faste ich zusammen, welche Einflüsse die neu gewonnenen Erkenntnisse über Kunden der jungen Firma, auf deren externe Kommunikation haben könnte. Nach meiner Präsentation konnte die Firma nach eigenen nach Angaben ihre Kunden tatsächlich deutlich besser ansprechen, und auch ihre Interaktion mit den Nutzern hat sich verbessert. Ich führe das unter anderem darauf zurück, dass es mir durch die Analyse gelungen war, in Erfahrung zu bringen, was die Kunden der Firma wirklich bewegt und interessiert.

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