Smart Community: So hilft Big Data in Städten, Kommunen und Gemeinden

Bei der Verwaltung, Organisation und Durchführung der Aufgaben von Städten, Kommunen und Gemeinden lohnt sich der Einsatz von Big Data. Sensoren und Datenanalyse helfen beim intelligenten Umgang mit Ressourcen.

Angesichts von überschuldeten Haushalten bei gleichzeitig steigendem Bedarf an Investitionen ist es an der Zeit für innovative IT-Lösungen im Bereich der Politik. Big-Data-Technologien bieten für viele Aufgaben der Städte und Kommunen Modelle, die einen effizienteren Umgang mit Ressourcen ermöglichen. Dadurch werden nicht nur die öffentlichen Kassen entlastet. Profitieren würden vor allem die Menschen, ihr direktes Lebensumfeld sowie die Umwelt.

Die Auswertung großer Datenmengen, die bei der Echtzeit-Überwachung durch Sensoren anfallen, – also Big Data – verschafft Einblicke in Gegebenheiten, die sonst im Verborgenen bleiben.

Sensoren in Mülleimern überwachen den Füllstand

Sensoren, die in Mülleimern und Müllräumen platziert sind, überwachen permanent den Füllstand in den Tonnen. Diese dabei entstehenden Daten werden direkt an die Müllentsorgungsunternehmen übermittelt. Das bringt gleich mehrere Vorteile.

  • Überflüssige Touren zu leeren Mülltonnen werden vermieden
  • Mülleimer, die wiederum überquellen, können wiederum auch außerplanmäßig schnell geleert werden
  • Orte, an denen vermehrt Abfallaufkommen registriert wird, können zudem künftig mit mehr bzw. größeren Behältern ausgestattet werden

“Was machen Sensoren im Mülleimer? Sie sind ein Teil einer kommunalen #BigData-Strategie.“

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Von den Verbesserungen in der Logistik profitieren alle Beteiligten: Die Mitarbeiter können effektiver eingesetzt werden, weniger Benzin wird verbraucht und die Städte und Gemeinden werden zuverlässig von Unrat befreit.

Intelligente Beleuchtung in der Stadt und auf den Straßen

Die Folgen von “Lichtverschmutzung” werden nicht mehr nur von Sternenbeobachtern beklagt. Das künstliche Licht, das nachts unsere Städte und Straßen erhellt, beeinflusst auch das Ökosystem um sie herum.

Die Tier- und Pflanzenwelt reagiert ebenso auf die andauernde Helligkeit wie empfindliche Menschen. Der natürliche Schlaf- und Wachrhythmus kann durch die vielen Lichtquellen empfindlich gestört werden. Darüber hinaus kostet eine permanente Beleuchtung unnötig Geld und Energie, solange keine Menschen unterwegs sind.

Auch hier schaffen Sensoren Abhilfe: Sie erkennen, wenn an bestimmten Stellen Personen unterwegs sind, oder Straßen befahren werden. Ist gerade niemand unterwegs, wird die Straßenbeleuchtung automatisch gedimmt.

Parkplätze, Verkehrs- und Wetterentwicklung – eine mobile App informiert Bürger

Die Parkplatzsuche kann eine nervenaufreibende Sache sein. Besonders dann, wenn man sich zuvor auf dem Nachhauseweg durch den Feierabendverkehr gekämpft hat. Über den nächsten freien Parkplatz könnte eine App ebenso informieren, wie über Staus und die aktuellen Verspätungen im öffentlichen Nahverkehr.

Neben in die Straßen integrierten Sensoren ist dazu eine intelligente Verkehrsüberwachung in Echtzeit notwendig. Eine zentrale Stelle verarbeitet die Daten und hält die Bürger über eine App informiert. Gleichzeitig können über die Schnittstelle Informationen zur Wetterentwicklung sowie Unwetterwarnungen mitgeteilt werden.

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Damit sinkt das Unfallrisiko auf Straßen und präventive Maßnahmen gegen Schäden an Häusern werden ermöglicht.

Big Data und Trinkwasserhygiene

Wasser ist die Grundlage des Lebens und Wasserhygiene bekommt in Ballungsräumen und großen Städten eine hohe Priorität. Verunreinigtes und mit Schadstoffen belastetes Wasser trifft dort besonders viele Menschen. Mehrere Faktoren bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Wasserversorgungssystemen tragen zu einer dauerhaft hohen Wasserqualität bei.

Steht Wasser für eine längere Zeit still oder erhöht sich die Temperatur in den Leitungen, steigt das Risiko der Bildung von Bakterien. Big-Data-Lösungen versprechen hier Erkenntnisse, auf die vormals nicht verfügbar waren.

Veränderte Strömungsverhältnisse und Temperaturschwankungen in Leitungen können durch den Einsatz von Sensoren ständig geprüft werden. Problemzonen werden so überhaupt erst erkannt und Gegenmaßnahmen schneller und zielgenau ermöglicht. Die Überwachung von Abwasserkanälen erlaubt darüber hinaus die punktgenaue Identifikation von beschädigten oder verstopften Rohren.

Auf dem Weg zur Smart Community

Nicht nur bei der Wasser-, auch Energieversorgung spielt Big Data eine Schlüssel-Rolle auf dem Weg zu einer smarten Stadt bzw. Gemeinde.

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Wenn Gemeinden oder deren Bewohner Strom aus Solarkraft, Wind oder Biogas erzeugen, stellt das nur eine Seite der Medaille dar. Dem produzierten Strom müssen Informationen über den aktuellen Verbrauch gegenüber stehen, um nachhaltige Energiewirtschaft zu betreiben. Die Vernetzung der Dinge liefert die entsprechenden Daten von den Verbrauchern wie von Erzeugern. Durch Datenerhebung und Datenauswertung werden wertvolle Ressourcen geschont.

“Diese Vorteile erhalten Städte, Kommunen und Gemeinden beim Einsatz von #BigData“

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Die vielen Sensoren, die in Städten und Gemeinden zum Einsatz kommen könnten, erzeugen also neben Big Data große Einsichten. Sie tragen damit zu mehr Sicherheit, mehr Sauberkeit und mehr Komfort bei. Gleichzeitig helfen sie, die Umwelt weniger zu verschmutzen, die Haushalte weniger zu belasten und die Zukunft besser zu planen.

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